Wie gut ist unser Trinkwasser in Deutschland?

Immer wieder ist in den Medien zu lesen, dass die Leitungswasserqualität in Deutschland besser sei als die Qualität von Mineralwasser, das Sie im Handel kaufen können. Das nutzen viele Menschen aus. Sie trinken lieber das Leitungswasser. Es ist leichter zu beschaffen, schont den Geldbeutel und die Umwelt, weil es nicht verpackt ist. Ob es sinnvoll ist, Wasser aus dem Hahn zu trinken, und ob die Leitungswasserqualität wirklich besser ist als die Qualität von Mineralwasser, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie gut ist die Wasserqualität in Deutschland?

Zu einer der wichtigsten Aufgabe der Wasserwerke, und Gesundheitsämter zählt, regelmäßig die Qualität von Wasser zu testen. Dabei wurde 2017 ein weiteres Mal festgestellt: Die Wasserqualität in Deutschland ist sehr gut.

Das Trinkwasser können die Menschen also bedenkenlos trinken. Eine Gefährdung für die gute Trinkwasserqualität können in Zukunft allerdings zunehmende Nitrateinträge durch Düngemittel im Grundwasser sein. Die Rückstände sickern tief in den Boden ein und dringen zum Teil bis ins Grundwasser vor. Dass sie verschlechterte Bodenverhältnisse zur Folge haben, ist nachgewiesen. Doch die Qualität des Grundwassers hat zumindest bislang noch nicht darunter gelitten. Das hat das Umweltbundesamt beim Wasser Testen bewiesen.

Ganz im Gegenteil: Zuletzt hat die Nitratbelastung spürbar abgenommen, was eine Verbesserung der Grundwasserqualität bewirkt hat.

Kann man Leitungswasser in Deutschland bedenkenlos trinken?

Ja, die Leitungswasserqualität ist so gut, dass es keine negativen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus hat. Denn die Wasserqualität in Deutschland wird in der Regel nicht durch die Menge der Einträge von Schadstoffen bestimmt. Die Klärwerke stecken viel Arbeit in die Aufbereitung des Wassers, sodass die Verunreinigungen mit einer passenden Filtrierung, Dosierung und Aufbereitungstechniken ausgeglichen werden können. Hat das Wasser eine geringe Qualität, muss es im Zuge der Trinkwasseraufbereitung entsprechend mehr "behandelt" werden. Das bedeutet am im Endeffekt, dass das Wasser in Deutschland sehr gut ist.

Eventuell können Schadstoffe wie Blei, Kupfer oder Bakterien über die hauseigene Wasserinstallation ins Leitungswasser gelangen und die Qualität mindern.

Verantwortlich können mangelhafte Wasserfilter, kaputte Dichtungen, Boiler, Armaturen oder auch Stagnationswasser sein.

Welche Keime gibt es im Trinkwasser?

Es gibt unzählige Keime, die in unserem Trinkwasser auftauchen können. Alleine in einem Glas Wasser können 10 Millionen Keime stecken. Doch das sollte Sie als Verbraucher nicht beängstigen, denn die meisten sind unbedenklich. Diese Art von Keimen wird als Mikroben bezeichnet. Doch daneben kommt es immer wieder zu Belastungen durch Legionellen oder Darmerregern. Diese können schwere und gesundheitsgefährdende Krankheiten auslösen.

Die Erreger entstehen nicht selten erst ab dem eigenen Hausanschluss. Das geklärte Wasser in den öffentlichen Kanälen trägt nur selten Keime in sich. Die Wasserqualität in Deutschland ist so gut, dass es nur selten zu schwerwiegenden Verunreinigungen kommt. Werden diese festgestellt, reagieren die Wasserversorger schnell, geben passende Warnungen heraus und passen die Beimischung von Klärstoffen an. Die Versorger sind ständig dabei, Wasser zu testen, um zu eruieren, ob die Zumischung möglicherweise wieder reduziert werden kann.

Wie verhält es sich mit kalkhaltigem Wasser?

Kalk im Trinkwasser sehen viele Verbraucher als Problem an. Sie befürchten, dass die Ablagerungen in den Gefäßen zur Folge haben und setzen zum Schutz Kalkfilter ein. Diese gibt es als komplette Systeme, die an die Wasserversorgung angeschlossen werden, oder als einfache Filter für den Hausgebrauch. Doch vom Kalk geht für die Arterien keine Gefahr aus. Kalk beeinflusst zwar spürbar den Geschmack von Tee, Kaffee oder anderen Getränken, die mit Wasser zubereitet werden, aber Arterienverkalkungen entstehen durch andere Faktoren, die nicht von der Leitungswasserqualität abhängen.

Leitungswasser vs. Flaschenwasser: Wer siegt?

Bezüglich seiner Qualität steht Leitungswasser dem Wasser aus dem Supermarkt in nichts nach. Das hat die Stiftung Warentest in einer Analyse ermittelt. Wenn unabhängige Institute oder Fachzeitschriften Wasser testen, stellen sie immer wieder fest, dass Sie bezüglich ihrer Keimbelastung ein ähnliches Resultat erzielen. Oft enthalten Mineralwasser sogar weniger Mineralstoffe als Leitungswasser. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen macht es sogar Sinn, Leitungswasser zu trinken. 

» Sie können viel Geld sparen und dabei auf Einwegflaschen verzichten. Außerdem müssen Sie keine schweren Kästen mehr tragen.